Po Radweg 2. Teil / Von Cremona in Richtung Venedig


Während der Autofahrt nach Cremona wurde mir klar, ich möchte nicht die Mischung aus Autofahrt und Pino fahren. Wir stellten den Bus auf einem Parkplatz in Cremona ab, packten die Velotachen und los ging es nur noch mit dem Pino. Wir entschieden uns zu Beginn, rechtsseits des Po und flussabwärts Richtung Venedig zu radeln.

Die erste Übernachtung fanden wir 42 km von Cremona entfernt im R&B Sant Antonio in Gramignazzo di Sissa. Das Restaurant war wegen der Sommerferien geschlossen – zum Glück hatte das Hotel geöffnet. Wir wurden trotzdem gut bekocht. Die Unterkunft war liebevoll und sehr geschmackvoll eingerichtet.

Die Fahrt ging am nächsten Tag weiter auf dem Damm Richtung Ferrara. Wir mussten bis dorthin 145 km radeln, einmal 100 km, bis wir unser Bett gefunden hatten. Auf dem Damm des Po sind die b&b Unterkünfte nicht angeschrieben. Es macht Sinn, das Internet zu bemühen.

 

 

In Ferrara fanden wir schnell ein Hotel. Wir bezogen das Zimmer und danach ging es mit dem Pino in die Altstadt.

Es fogte der Nationalfeiertag Italiens. Es war eine besondere Erfahrung für Italien Reisende. Es hatte wirklich alles geschlossen. Im Hotel Tessarin verwies man uns an eine Cafebar. Diese und überhaupt alle, welche wir sahen, waren mehrheitlich mit Männern gefüllt. Es gab sehr wenige Kinder in den Dörfern wie auch Frauen für uns sichtbar. Dafür um so mehr Maisfelder, Tomatenfelder, Feigenbäume. Und immer wieder kamen die Dörfer oder Städchen mit gutem Essen und perfekten Espresso.

In der Zeit unserer Radtour, Mitte August, konnten wir keine Erfrischung im Wasser, sprich Po, finden. Im Po wird zwar geangelt, die Fischer fotografierten sich mit ihrem Fang und warfen im Anschluss den Fisch wieder ins Wasser. Man sagte uns, dass Wasser sei zu schmutzig.

Der Damm lässt sich sehr gut befahren. Wir waren mehrheitlich allein dort.

Im Podelta radelten wir bis Goro, übernachteten bei Rino Belotti und bekamen am morgen von ihm noch Brote geschmiert für unsere Rückreise.

Nun fuhren wir flussaufwärts rechtsseitig des Po bis Mantua. Von dort fuhr Sebastian mit dem öffentlichen Bus nach Cremona zu unserem Bus und holte mich und das Pino in Mantua ab.

Insgesamt waren wir fast 600 km geradelt und wir haben eine ganz andere Seite Italiens kennengelernt.

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